György Ligeti in Duisburg – Ein inklusives Education-Projekt

Ausgangspunkt: Ein Jahr mit György Ligeti

Im Rahmen des Ligeti-Schwerpunkts des Klavier-Festivals Ruhr (2014) haben sich rund 200 Grundschüler, Förderschüler und Gymnasiasten aus Duisburg mit der Klaviermusik und den Ideen des 2006 verstorbenen Komponisten befasst. Wichtige Ziele waren, die Kinder und Jugendlichen zu eigener schöpferischer Aktivität zu ermutigen, ihre Neugier zu wecken und ihnen neue musische und soziale Erfahrungen zu ermöglichen.

Zugleich setzt das Jahresprojekt die 2008 begonnene Education-Arbeit des Klavier-Festivals Ruhr im Duisburger Norden fort. Im Zentrum steht dabei das Anliegen, mit ausgewählten Schulen langfristig zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus wird der Kontakt und Austausch zwischen den beteiligten Bildungseinrichtungen durch die schulübergreifende Projektarbeit, die von Klöckner & Co SE ermöglicht wird, gefördert und von Jahr zu Jahr weiter vertieft.

Für den ungarischen Komponisten György Ligeti war die Neugier eine zentrale Triebkraft seines Schaffens: „Es gilt Zusammenhänge zu erkunden, die andere noch nicht erkannt haben, Strukturen zu entwerfen, die bis dahin nicht existierten.“

Video: Ein Jahr mit György Ligeti | © 2014

mehr

Der Wunsch, Altbekanntem den Rücken zu kehren und sich auf unbekanntes Terrain vorzuwagen, zeigt sich bereits in Ligetis früher Klaviersammlung Musica ricercata. In dem 1950/51 geschriebenen Werk entwickelte der 27-Jährige gleichsam aus dem Nichts eine neue Tonsprache. Und auch die mehr als drei Jahrzehnte später entstandenen Klavieretüden zeugen von Ligetis unermüdlichen Verlagen, in Neuland vorzustoßen. In ihrer Komplexität erweitern die hochvirtuosen Stücke die Grenzen des Klavierspiels. Zugleich spiegeln sie in ihrer musikalischen Vielschichtigkeit und Evokationskraft Ligetis Interesse für die Musik anderer Kulturen, Mathematik sowie Phänomene aus dem Bereich der Naturwissenschaft.

wieder schliessen

Weitere Informationen zum Projekt Ligeti