Das Programm Archiv Konzert-Archiv 2016 Ausgewähltes Konzert
samedi | 22. octobre 2016 | 20:00 Uhr
Preis: € 145 | 130 | 105 | 80 | 35 (keine Ermäßigung und Rabatte)
Ausverkauft

Schon seit 20. April 2016 im Vorverkauf

Klavier-Festival Ruhr EXTRA
Lang Lang
Paavo Järvi (Dirigent)
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Lang Lang begeistert das Publikum  

Dieses Konzert-Programm mit dem 1982 in China geborenen Starpianisten wurde weltweit überhaupt nur zweimal aufgeführt: am Tag zuvor in Bremen und dann in der ausverkauften Duisburger Philharmonie Mercatorhalle.

Das Klavier-Festival Ruhr findet jedes...

 

Dieses Konzert-Programm mit dem 1982 in China geborenen Starpianisten wurde weltweit überhaupt nur zweimal aufgeführt: am Tag zuvor in Bremen und dann in der ausverkauften Duisburger Philharmonie Mercatorhalle.

Das Klavier-Festival Ruhr findet jedes Jahr im Sommer statt. Der Jahrgang 2016 ist natürlich längst Geschichte, aber jetzt gab es ein herbstliches Extra, weil die Duisburger Philharmonie Mercatorhalle erst im September wiedereröffnet worden war. Und das galt als besonderes Schmankerl, denn im Mittelpunkt stand ein Pianist, der auch vielen Menschen bekannt ist, die sonst nicht so viel mit klassischer Musik zu tun haben - man kann ihn geradezu populär nennen. Lang Lang ist ja auch jemand, der nicht nur durch sein Klavierspiel wirkt, sondern auch durch seine Persönlichkeit. Klar, dass der Große Saal mit seinen gut 1800 Plätzen da ausverkauft war.

Gewählt hatte sich Lang Lang für sein Duisburger Debüt das halbstündige Konzert für Klavier und Orchester Nr. 24 c-Moll KV 491 (1786) von Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist das am meisten sinfonische der 27 Klavierkonzerte dieses Komponisten, die reiche Bläserbesetzung steht im ständigen und raffinierten Dialog mit dem Solisten. Zum Glück verzichtete Lang Lang hier fast ganz auf die sonst bei ihm üblichen Manierismen, auch wenn immer noch der eine oder andere Einzelton unvermittelt herausgeknallt oder manche Melodien mit etwas zu viel Pathos versehen wurden. Doch zwang Maestro Mozart den Pianisten zu Respekt und Demut, zu schlichter Gestaltung und vor allem zu einem aufmerksamen, ja kammermusikalischen Zusammenspiel mit dem Orchester. Hernach reichte er seine Blumen an die schwangere Orchestermusikerin am letzten Pult der zweiten Geigen weiter und ließ dann in der Zugabe seine etwas sprunghafte Virtuosität von der Leine. Es war der rituelle Feuertanz aus dem Ballett "Der Liebeszauber" von Manuel de Falla, in einem rasanten Arrangement für Klavier solo. Das erinnerte an die Anekdote, der zufolge Lang Lang im Alter von zwei Jahren im Fernsehen "Tom und Jerry" sah, als Tom die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 cis-Moll von Franz Liszt auf dem Klavier spielte. Diese erste Begegnung mit westlicher Musik soll in ihm den Wunsch geweckt haben, Klavier spielen zu lernen. Nun, jetzt tobte die Mercatorhalle vor Begeisterung, der Pianist verabschiedete sich freundlich winkend.

Erfreulich war außerdem, dass hier auch die erstklassige Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit ihrem aus Estland stammenden Künstlerischen Leiter Paavo Järvi erstmals in unserer Stadt auftrat. Die beiden rahmenden Orchesterwerke verrieten das gar nicht so geheime Thema des Abends, nämlich das Wechselspiel von düsteren und heiteren Elementen. Das eine war die Ouvertüre zu Mozarts Oper "Don Giovanni" KV 527 (1787), das andere die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 (1877) von Johannes Brahms. Zu der im idyllischen Pörtschach am Wörthersee entstandenen, insgesamt eher entspannten Sinfonie sagte Brahms nur halb ironisch, die Partitur solle "mit Trauerrand gedruckt werden". Der Dirigent ließ das kleine Orchester auf den Punkt agieren, vor allem die wirklich vorzüglichen Holzbläser, so dass auch die vielen auswärtigen Besucher die Akustik der Mercatorhalle lobten. Ein wenig gewöhnungsbedürftig wirkt es, dass Paavo Järvi das Tempo häufig veränderte. Das geht in Ordnung in dem Sinn, dass Brahms über die Aufführungspraxis seiner Werke einmal gesagt hatte: "Hauptsache, Ihr macht es schön!"

Rheinische Post, Ingo Hoddick
24.10.2016

 
Musikalische Lustreise mit Lang Lang  

Der stürmische Beifall des begeisterten Publikums ist Lang Lang jederzeit sicher. Der wohl derzeit populärste Pianist der internationalen Klassik-Szene war jetzt in einem konzertanten herbstlichen Nachschlag des Klavier-Festivals Ruhr mit der...

 

Der stürmische Beifall des begeisterten Publikums ist Lang Lang jederzeit sicher. Der wohl derzeit populärste Pianist der internationalen Klassik-Szene war jetzt in einem konzertanten herbstlichen Nachschlag des Klavier-Festivals Ruhr mit der Deutschen Kammerphilharmonie aus Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi in der Mercatorhalle zu erleben. Der 34-jährige Chinese, der als technisch überragender Virtuose gefeiert, aber auch als musikalisch bisweilen oberflächlicher Pop-Star kritisiert wird, zeigte seine Kunst mit Mozarts Konzert für Klavier und Orchester Nr. 24 in c-Moll. Für die Bremer Kammerphilharmoniker blieb an diesem Abend ganz ohne das publikumsträchtige Zugpferd Lang Lang Mozarts Ouvertüre von Don Giovanni sowie die Sinfonie Nr. 2 in D-Dur opus 73 von Johannes Brahms, die auch ohne den gefeierten Superhelden am Klavier viel Freude bereiteten.

Auch wenn der junge Weltklasse-Musiker bisweilen für allzu gefühlsselige Interpretationen der klassischen Werke oder auch für sein zu rasantes Tempo kritisiert wird, so zeugte sein stets etwas dramatisierendes Klavierspiel mit dem sehr guten Orchester und seinem umsichtigen Dirigenten doch von großer Meisterschaft.

Nachdem zuvor das Orchester aus Bremen die Don-Giovanni-Ouvertüre mit einem feinen Glanz versehen hatte, durfte der mit Spannung erwartete Lang Lang am Flügel Platz nehmen. Mit leichter Hand folgte der freundliche Star den Spuren des Salzburger Genies, das an diesem Pianisten vielleicht viel Freude gehabt hätte. Der immer noch sehr jugendlich wirkende Pianist widerstand trotz seiner überragenden Technik der Verlockung allzu virtuoser Selbstdarstellung und harmonierte dafür in allerbester Form mit dem Orchester. Welche Energie in ihm steckt, bewies er dann mit einer furios gespielten Zugabe von Manuel de Fallas „Feuertanz“, für den es donnernden Applaus gab, der nicht enden wollte.

Dass es auch noch ein Leben nach Lang Lang gibt, dafür stand nach der Pause das Bremer Ensemble, das hier ein wunderbares und strahlendes Brahms-Konzert gab und mit Paarvo Järvi über einen großartigen Dirigenten verfügt, der als temperamentvolle Zugabe den „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von wiederum Johannes Brahms mitgebracht hatte. Viel Beifall für ein großartiges Klavier-Festival-Konzert.

WAZ, Thomas Becker
24.10.2016

 
Klavier-Festival Ruhr: Lang Langs wilder Ritt auf den Tasten  


Das Klavier-Festival Ruhr hat sich für ein Extra-Konzert mit Lang Lang zurückgemeldet - und der Starpianist sorgte für einen ausverkauften großen Saal in der frisch sanierten Duisburger Mercatorhalle. Seine musikalischen Partner hatte sich der...

 


Das Klavier-Festival Ruhr hat sich für ein Extra-Konzert mit Lang Lang zurückgemeldet - und der Starpianist sorgte für einen ausverkauften großen Saal in der frisch sanierten Duisburger Mercatorhalle. Seine musikalischen Partner hatte sich der Chinese selbst ausgesucht: die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Leitung von Paavo Järvi.

Lang Lang glänzte als Solist in Mozarts c-Moll-Konzert KV 491. Nach außen zeigte er übertrieben viel Pose, sein Spiel aber war gefühlvoll, mit samtigem Charakter in den leisen, feinen Passagen.
Die Läufe in der rechten Hand spielte er mit Leichtigkeit, dazu gab er einen akzentuierter Bass in der linken Hand.
Im ersten Satz trat er in einen zarten Dialog mit den Holzbläsern, blieb beim gemeinsamen Spiel in den Orchesterklang eingebunden und spielte eine effektvolle Solokadenz.
Im kammermusikalisch durchsichtigen zweiten Satz trug er das Thema mal schlicht, mal pointiert vor. Den dritten Satz aber hatte er sich offenbar anders und deutlich schneller als Paavo Järvi vorgestellt.
Und dann gab er sich zunehmend als romantischer Virtuose, wobei er mit zu großem Ton, zu scharfem Anschlag spielte. Bei Manuel de Fallas "Feuertanz" als Zugabe setzte er noch eins drauf und vollführte einen exzentrischen Ritt auf den Tasten.
Der Kontrast und die eigentliche Sensation kamen danach mit der zweiten Sinfonie von Brahms. Wohl selten hat man einen so duftend zarten, eleganten und feinen Brahms gehört wie durch die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Paavo Järvi ließ die Musik fließen, schwingen, aufblühen und fast im Nichts versinken.
Einfach atemberaubend. Als Extra gab’s den fünften Ungarischen Tanz von Brahms und, besonders spritzig gespielt, den "Tanz der Schäferin" von Hugo Alfvén.

Klaus Stübler
RuhrNachrichten, 24. Oktober 2016

 

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