Das Programm Archiv Konzert-Archiv 2016 Ausgewähltes Konzert
Freitag | 08. Juli 2016 | 19:30 Uhr
Preis: € 65 | 55 | 45 | 25
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Abschlusskonzert - JazzLine
"My Piano Friends"
Till Brönner & His Piano Friends
Till Brönner (Trompete)
Enrico Pieranunzi (Piano)
Martin Tingvall (Piano)
Dieter Ilg (Bass)
Hans Dekker (Drums)

Umbesetzung:

Bitte beachten Sie, dass Hans Dekker kurzfristig den Drum-Part von Martijn Vink übernommen hat.

 

Setlist

Vägen
En ny tag
Debbie and the dogs
Kvällens sista dans
Pianoman
A blues
From E. to C.
Flodering Stones
Permutation
Strangest Consequences
Piano Duo Improvisation
Stella By Starlight

Zugabe
Sometimes My Prince Will Come

Werkeinführung - My Piano Friends

Ich habe im Kern das Anliegen, Menschen die Musik, die ich so schätze, immer aufs Neue nahezubringen. (Till Brönner)

Dieses Anliegen machte ihn zu Deutschlands populärstem Botschafter in Sachen Jazz. Ja, Till Brönner setzt noch eins drauf: „Ein wenig sehe ich mich als Missionar und fühle mich verantwortlich dafür, eine Szene und ihre Musik ein Stück weit aus ihrer Nische zu führen: Menschen nahezubringen, dass Jazz eine Musik ist, auf der fast alles, was sie heute gut finden, basiert. Das ist eine Lebensaufgabe.“

Nun ist Brönner ja zu allererst Trompeter und Bandleader, außerdem Producer für andere Künstler und Professor an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden, doch seine Mission erfüllt er auch als telegener Multiplikator, der im Rampenlicht steht und den kein Geringerer als „Künstlerfürst“ Markus Lüpertz anlässlich einer Preisverleihung mal als den „James Dean des Jazz“ apostrophierte.

Folgerichtig war Brönner der Erste, der gerufen wurde, als es jüngst darum ging, im Lande des Jazz (und James Deans) die Bundesrepublik zu vertreten: Als Präsident Obama zum diesjährigen International Jazz Day der UNESCO am 29. April Musiker aus aller Welt zu einem Festival der Top-Stars ins Weiße Haus bat, spielte Brönner für Deutschland. In zwei vom TV-Sender ABC ausgestrahlten Auftritten stand er mit internationalen All-Star-Gruppierungen um den britischen Sänger/Pianisten Jamie Cullum und den südafrikanischen Trompeter Hugh Masekela auf der Bühne. Jetzt ist sein Status als Aushängeschild der deutschen Jazzszene endgültig unumstritten.

Beim Klavier-Festival Ruhr präsentiert Brönner in schöner Regelmäßigkeit seine favorisierten Pianisten und beschert damit der JazzLine alle zwei Jahre ein beliebtes Highlight. Dann ist er der Gastgeber, der seinen Klavier spielenden Freunden den großen Auftritt bereitet, sie charmant anmoderiert und dem Publikum näher bringt. „Pianisten“, sagt er, „liegen mir immer sehr am Herzen.“ Und natürlich lässt er es sich nicht nehmen, hier und da mit der Trompete einzusteigen – wozu ist er schließlich Musiker. Aber die Gastgeberrolle liegt ihm und macht ihm sichtlich Spaß. Da kann er seine Kontakte spielen lassen und unter seinen Lieblingstastenkünstlern die anrufen, mit denen er sich mal wieder einen netten Abend machen möchte. Diesmal sind dies zwei höchst unterschiedliche Künstler aus Nord- und Südeuropa, dazu eine versierte Rhythm-Section, bestehend aus Dieter Ilg, Deutschlands Kontrabassisten Nr. 1., und dem holländischen Top-Drummer Martijn Vink.

Der Schwede Martin Tingvall ist Leiter eines der populärsten Klaviertrios in Europa, aber auch solo höchst gefragt. Schüler seiner renommierten Landsleute Jan Lundgren und Bobo Stenson sowie Absolvent der Hochschule für Musik in Malmö, kam er um die Jahrtausendwende nach Hamburg und spielte dort zunächst Rock mit Inga Rumpf und Udo Lindenberg, Country mit Gunter Gabriel. Mit dem Drummer Jürgen Spiegel und dem kubanischen Bassisten Omar Rodriguez Calvo gründete er 2003 das Tingvall Trio, das ab 2006, seit Erscheinen des Debütalbums Skagerrak, von Erfolg zu Erfolg eilt: Mehrfach wurde es mit dem „Echo Jazz“, dem „German Jazz Award“ sowie mit Goldenen Schallplatten ausgezeichnet.

Seit 2012 brachte Tingvall, der auch als Film-, TV- und Pop-Komponist unterwegs ist, zwei Soloalben heraus, deren eingängige, melodiöse Musik voller Ruhe ein großes Publikum verzauberte. Wozu das Hamburger Abendblatt anmerkte, der Schwede orientiere „sich in seinem Alleingang eher an Debussy, Ravel oder Schumann als an Paten des Jazzklaviers wie Thelonious Monk, Art Tatum oder Bud Powell“. Um dann zu resümieren: „Tingvall spielt Lieder ohne Worte, er scheut sich nicht vor der Einfachheit einer gesanglichen Linie, deren sanfte Schatten einem vielleicht erst bei mehrmaligem Hören bewusst werden. Hier ist ein Pianist zu bewundern, der sich nicht hinter Virtuosität versteckt und doch seinen eigenen Kosmos zum Klingen bringen kann.“

Der Italiener Enrico Pieranunzi seinerseits, der mehrmals den französischen Jazzpreis „Django d’Or” erhielt, wurde unlängst von der Zeitschrift Jazz Thing, WDR 3 und dem Label Intuition in deren gemeinsame Reihe „European Jazz Legends“ aufgenommen. Eine führende Figur des modernen Jazz diesseits des Atlantik ist er allemal – was selbstredend auch jenseits des großen Teichs nicht unbemerkt geblieben ist: „Wie seine Auftritte im New Yorker Birdland zeigen“, meinte etwa das US-Fachmagazin JazzTimes, „zählt Pieranunzi zu den rundum vollkommensten Jazzpianisten von heute, egal auf welchem Kontinent.“

Der gebürtige Römer begann mit fünf Jahren, Klavier zu lernen, und wurde von seinem Vater, einem Gitarristen, in den Jazz eingeführt. Später studierte er klassisch und jammte abends mit Daddy in römischen Clubs, wo er auf viele amerikanische Jazzgrößen traf. So spielte er unter anderem mit Chet Baker, Lee Konitz, Phil Woods oder Art Farmer, später spielten amerikanische Bassisten wie Charlie Haden oder Marc Johnson und Drummer wie Paul Motian oder Joey Baron auf Trioscheiben von ihm. Inspiriert vom harmonisch subtilen, lyrischen Triojazz eines Bill Evans weiß Pieranunzi mit Standards und Filmthemen, mit Bach- und Scarlatti-Adaptionen ebenso zu überzeugen wie mit seinen eigenen Kompositionen. Nur swingen muss es für ihn: „Manche finden heute, Swing wäre vulgär. Wie kann man das sagen? Es ist die Basis. Dieser physische Ausdruck des Swingens ist für mich persönlich wichtig, da passiert etwas in meinem Körper. Es ist wie gutes Essen – oder wie eine schöne Frau anzusehen.“
Berthold Klostermann

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