mercredi | 10. mai 2017 | 20:00 Uhr
The Americas: Thoughts About The Piano
Tamara Stefanovich
Stipendiatin des Klavier-Festivals Ruhr 2003
Eine musikalische Entdeckungsreise  

Für ihre spannenden und anspruchsvollen Abende ist Tamara Stefanovich bekannt. Bei ihrem Konzert im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr konzentrierte sich die aus Belgrad stammende Pianistin auf wenig geläufige Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts....

 

Für ihre spannenden und anspruchsvollen Abende ist Tamara Stefanovich bekannt. Bei ihrem Konzert im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr konzentrierte sich die aus Belgrad stammende Pianistin auf wenig geläufige Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Neue Aula der Folkwang Universität war dafür schon der richtige Aufführungsort.

Für ihre spannenden und anspruchsvollen Abende ist Tamara Stefanovich bekannt. Bei ihrem Konzert im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr konzentrierte sich die aus Belgrad stammende Pianistin auf wenig geläufige Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Neue Aula der Folkwang Universität war dafür schon der richtige Aufführungsort.

Kurioses zur Eröffnung: eine Hommage in eigener Sache. Vassos Nicolaou hatte für die Künstlerin und ihren Ehemann Pierre-Laurent Aimard das Stück „Frames“ komponiert, das die beiden Frischvermählten natürlich selbst vierhändig aus der Taufe hoben.

Ansonsten brillierte Tamara Stefanovich solistisch. Ihre technische Akrobatik stellt sie ganz in den Dienst der Musik. Egal, ob sie Aaron Coplands „Piano Variations“ stolz, sinnierend, borstig in ihrer weiten Ausdrucksspanne ausbreitet oder späte Charakterstücke des 100-jährigen Elliott Carter liebevoll gestaltet. „Alte Formen, neu gekleidet“ merkte die Pianistin in ihren Erläuterungen an, selbst wenn es der Hörer kaum nachvollziehen kann. Rätselhaft bleibt auch Charles Ives, nicht nur in seiner epischen 1. Klaviersonate. Man sitzt staunend vor diesen – souverän bewegten – orchestralen Klangmassen, diesem Universum an Stimmungen und bewundert die Mischung aus Kaltschnäuzigkeit und Empfindung, mit der Stefanovich diesen tönenden Koloss erstehen lässt.

WAZ, Klaus Albrecht

 
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