Monday | 29. May 2017 | 20:00 Uhr
Goyescas
Zhang Zuo
Pianistin gibt beeindruckendes Debüt  

Die Alte Lohnhalle der ehemaligen Zeche Holland mit ihrer imposanten Architektur strahlt industrielles Prestige aus. Hier feierte eine junge chinesische Pianistin ihr Deutschland-Debüt: Zhang Zuos Spiel erwies sich als weltläufig und stilistisch...

 

Die Alte Lohnhalle der ehemaligen Zeche Holland mit ihrer imposanten Architektur strahlt industrielles Prestige aus. Hier feierte eine junge chinesische Pianistin ihr Deutschland-Debüt: Zhang Zuos Spiel erwies sich als weltläufig und stilistisch vielseitig.

Das Klavierfestival Ruhr hat dieses Jahr den amerikanischen Kontinent im Fokus. So stand auch ein Werk des argentinischen Komponisten Alberto Ginastera auf dem Programm, das impressionistisch und klanglich schwebend daherkam, aber ebenso feurige südamerikanische Rhythmen verwandte: „Tres Piezas“, komponiert 1940, war ein Salonstück, das mit tonaler Erweiterung und jazzigen Anklängen aufhorchen ließ. Ein effektvoller Vortrag.

Mit Beethovens „32 Variationen über ein Originalthema in c-Moll“ bewies Zhang Zuo ihre pianistische Reife und öffnete einen großen Fächer an musikalischen Charakteristiken.

Mit Franz Schubert verhob sich die Pianistin ein wenig. Die Sonate in c-Moll schien ihr formal aus den Fingern zu gleiten. Dafür erfreute sie mit spanischem Temperament und Virtuosität mit Werken von Enrique Ganados und Franz Liszt. Ein gleichwohl beeindruckendes Debüt.

WAZ, Nina Schröder

 
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