Tuesday | 23. May 2017 | 20:00 Uhr
Lied 1
Graham Johnson
Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr 2001
Robin Tritschler (Tenor)
Lydia Teuscher (Sopran)
Graham Johnson  

Lange bevor Graham Johnson 1994 durch Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen wurde, war er als Liedpianist eine Institution. Geboren wurde der britische Pianist in Rhodesien, als 17-Jähriger kam er nach London und hatte in jungen Jahren Unterricht bei seinen legendären Vorgängern Gerald Moore und Geoffrey Parsons.

Bald wurde Graham Johnson selbst Pianist für illustre Sängerpersönlichkeiten wie Peter Pears, Elizabeth Schwarzkopf, Brigitte Fassbaender und Peter Schreier. 1976 gründete er...

 

Lange bevor Graham Johnson 1994 durch Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen wurde, war er als Liedpianist eine Institution. Geboren wurde der britische Pianist in Rhodesien, als 17-Jähriger kam er nach London und hatte in jungen Jahren Unterricht bei seinen legendären Vorgängern Gerald Moore und Geoffrey Parsons.

Bald wurde Graham Johnson selbst Pianist für illustre Sängerpersönlichkeiten wie Peter Pears, Elizabeth Schwarzkopf, Brigitte Fassbaender und Peter Schreier. 1976 gründete er zusammen mit namhaften Sängern den „Songmakers’ Almanach“ mit dem Ziel, vernachlässigtes Repertoire von klavierbegleiteter Vokalmusik wieder aufzuführen. In den folgenden Jahrzehnten erarbeitete er auf diese Weise mehr als 250 verschiedene Liederabend-Programme.

Zu seinen zahlreichen Verdiensten für das Kunstlied zählen Gesamtaufnahmen des Liedschaffens von Franz Schubert, Robert Schumann und Gabriel Fauré. Heute lehrt Graham Johnson als Professor für Liedbegleitung an der Guildhall School of Music, hält zahlreiche Meisterklassen ab und begleitet die Damen und Herren der Sängerelite. Ein Vermittler ist er, der seinen Erfahrungsschatz und sein Geschick, mit Menschen und Musik umzugehen, in den Dienst des Kunstliedes stellt.

2014 erhielt Graham Johnson die Hugo-Wolf-Medaille, eine Ehrung, die ihm nicht nur als hervorragender Liedpianist zuteil wurde, sondern seinen unermüdlichen Einsatz als Forscher und Wissenschaftler würdigte. Bereits 2001 wurde Graham Johnson mit dem Preis des Klavier-Festivals Ruhr für sein Lebenswerk geehrt. Immer wieder präsentiert Graham Johnson beim Klavier-Festival Ruhr zusammen mit interessanten Sängerpersönlichkeiten hochspannende Liedprogramme, die den Horizont erweitern und den Zuhörern musikalische Sternstunden bescheren – 2018 bereits zum 50. Mal.

 
Robin Tritschler  

Der irische Sänger Robin Tritschler gilt als einer der führenden Tenöre seiner Generation. Er begann sein Studium in seiner irischen Heimat und setzte es an der Royal Academy of Music in London fort. Als Liedsänger hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter der Kathleen Ferrier Award und die Wigmore Hall International Song Competition. Regelmäßig arbeitet er mit renommierten Pianisten wie Graham Johnson und Malcolm Martineau zusammen und war zusammen mit Graham Johnson seit seinem Debüt...

 

Der irische Sänger Robin Tritschler gilt als einer der führenden Tenöre seiner Generation. Er begann sein Studium in seiner irischen Heimat und setzte es an der Royal Academy of Music in London fort. Als Liedsänger hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter der Kathleen Ferrier Award und die Wigmore Hall International Song Competition. Regelmäßig arbeitet er mit renommierten Pianisten wie Graham Johnson und Malcolm Martineau zusammen und war zusammen mit Graham Johnson seit seinem Debüt im Jahr 2000 bereits in acht Konzerten des Klavier-Festivals Ruhr zu hören.

„Tritschlers technisches Können und seine Ausdruckfähigkeit gehen Hand in Hand und holen das Beste aus den Worten und aus der Musik heraus“, schreibt das BBC Music Magazine. An der Welsh National Opera sang Robin Tritschler Rollen wie Rodrigo (Otello), Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Nemorino (L’elisir d’amore) und Narraboth (Salome), Jaquino (Fidelio), Ferrando (Così fan tutte) und Don Ottavio (Don Giovanni). Er gab sein Debüt am Royal Opera House, Covent Garden in einer Produktion von Alban Bergs Wozzeck.

Als Konzert- und Oratoriensänger trat der irische Tenor u. a. mit dem London Philharmonic Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin und mit dem Rotterdam  Philharmonic Orchestra unter Trevor Pinnock auf. Anlässlich des 100. Geburtstags von Benjamin Britten gestaltete er im Bonner Beethovenhaus ein reines Britten-Programm. „Die Aufführung ist der Höhepunkt der Arbeit als Liedsänger“, sagt Robin Tritschler. „Alles, was man tut, zielt auf die Aufführung hin. Und es ist eine unglaublich aufregende Situation. Sie kann manchmal auch beängstigend sein, aber ich würde es nicht tun, wenn ich es nicht genießen würde.“

 
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