ÜberGänge - Brücken bauen durch Musik und Tanz

Musik verbindet – und zwar sowohl Menschen als auch Institutionen. Nachhaltig wirksam werden musikalische Bildungsprozesse allerdings nur dann, wenn sie langfristig angelegt sind und alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen.

Im Rahmen seiner vielfach ausgezeichneten Education-Arbeit in Duisburg-Marxloh fördert das Klavier-Festival Ruhr benachteiligte Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung ihrer schöpferischen Fähigkeiten. Dafür haben sich unter der Federführung des Klavier-Festivals Ruhr zwei Grundschulen, ein Gymnasium, eine Gesamtschule sowie eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ zusammengeschlossen. Förderschüler, Gymnasiasten und Grundschüler begegnen sich in Inklusionsprojekten und tanzen und musizieren gemeinsam. Kinder aus Neuzuwandererfamilien werden bei der Integration ins deutsche Schulsystem unterstützt, Grundschüler beim Wechsel auf eine weiterführende Schule begleitet und Lehrer in schulformübergreifenden Fortbildungen weiterqualifiziert.

Im Rahmen des von der Stiftung Mercator geförderten Projekts „ÜberGänge – Brücken bauen durch Musik“ werden diese Aktivitäten seit August 2015 in modellhafter Weise weiterentwickelt. Zugleich wurde die Arbeit auf Dorsten-Hervest ausgeweitet, wo wir den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule begleiten. Wie in Duisburg-Marxloh ist es dabei ein besonderes Anliegen, vor allem jene Kinder zu fördern, die sozio-ökonomisch benachteiligt sind und keinen selbstverständlichen Zugang zu Angeboten kultureller Bildung erhalten.

Ein Ziel des Modellprojekts ist es, die Erfahrungen und das Expertenwissen des Klavier-Festivals Ruhr anderen Kindertagesstätten, Schulen sowie Fachleuten und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck werden Fortbildungsmodule und Praxismaterialien erarbeitet. Außerdem wird innerhalb des Klavier-Festivals Ruhr 2017 ein hochkarätig besetzter Studientag zur Education-Arbeit in Duisburg-Marxloh durchgeführt.

Wir danken unserem Förderer